Kanera

07. Mai. 2008

Der inspirierende Weg ins Badezimmer

Ein Waschbecken wie das KANERA 1 E, das erst am 14. März mit dem renommierten red dot award: product design 2008 des Design Zentrums Nordrhein Westfalen ausgezeichnet worden ist, ist die Königsdisziplin des Industriedesigns. Es muss erstens „funktionieren“ und zweitens eine Form haben, die die ganze Funktion so verpackt, dass es Begehrlichkeiten weckt. Damit das Spiel mit den Sinnen immer wieder aufs Neue Emotionen auslöst und die Erwartungen dauerhaft übertrifft, braucht es in jeder Phase des Entstehungsprozesses unterschiedliche Qualifikationen auf höchstem Niveau. So reifte das impulsive Design des KANERA 1 Ein einem etwa einjährigen, inspirierenden Wechselspiel von Emotion und Wirtschaftlichkeit, von Kreativität und Machbarkeit und nicht zuletzt von Mensch und Material.

Eine Idee nimmt Gestalt an
Aufgabe der Designer ist es, spezifische Werte der Produktsubstanz exakt und authentisch in eine überzeugende Formensprache zu übersetzen. Im konkreten Fall des KANERA 1 E galt es, die Poesie des Wassers nach den Wünschen von Christian Kaldewei, dem Inhaber von Kanera, sinnlich klar im Gesamtkonzept Bad zu inszenieren. Nicht viel mehr Konkretes war bei der ersten, eher zufälligen Begegnung nötig, um das Architekten-Team von GRAFT von dem kreativen Abenteuer ihres ersten Produktdesigns zu überzeugen. „Wir haben diese ehrliche Lust auf sanitäre Innovation im Badezimmer sofort als die Erfüllung eines von uns schon lange gehegten Traumes verstanden“, erinnert sich Geschäftsführer Wolfram Putz, der sich mit seinem Team vor allem durch den Bau von spektakulären Hotels und Appartementhäusern international einen Namen gemacht hat. „Uns treibt grundsätzlich die Frage: Wie entsteht Inspiration, und wie drückt sich zeitgenössisches Design aus?“ Auch deshalb diese neue Herausforderung.

Die offene Begeisterungsfähigkeit von Christian Kaldewei begleitet die nun folgenden Jam Sessions, wie GRAFT interne Arbeitstreffen bezeichnet. Kreativität braucht dieses Verständnis: erste Ideen austauschen, Grundhaltungen abklopfen und die technische DNA des Produkts definieren. Diese erste Phase des Designprozesses gipfelt in einigen offenen Entwürfen, die allerdings schon relativ konkret zeigen, wohin die Reise gehen könnte. „Ein gutes Briefing setzt eben lediglich Leitplanken – ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen.“ Davon ist Christian Kaldewei nicht nur fest überzeugt, er handelt auch nach dieser Maxime.

Das Ziel steht fest

Weil Wasser ein bewegendes Eigenleben an den Tag legt, gelten Sanitärobjekte als durchaus technisch komplexe Gebilde, das können die Architekten von GRAFT im Laufe des Entwicklungsprozesses bestätigen. Immer wieder werden das Zusammenspiel zwischen kreativer Formensprache und fließendem Inhalt am Computer simuliert und Entwürfe von Formgestaltern in dreidimensionale Modelle übertragen. Auf dem gesamten Weg bis zur Realisierung sind zusätzlich Design-Ingenieure eingebunden, die die Vorschläge mit den technischen Vorgaben der Serienproduktion – wie beispielsweise den Radien der Stanzungsformen und den hohen Anforderungen des Stahlemail – abgleichen.

Rund ein Jahr dauert dieser Prozess, bis das KANERA 1 E das erste Badezimmer zu einer Insel des Alltags macht. Dass das entstandene Objekt neben formalen Anforderungen und hochwertigster Qualität auch eine phänomenologische Ebene in sich vereint, macht den besonderen Reiz des Designs aus. Das Verhältnis des Wassers zum Becken ist immer in Bewegung und der Alltag für einen Augenblick an einen anderen, inspirierenden Ort versetzt.

Zu Kanera
Das von Christian Kaldewei gegründete Unternehmen mit Sitz in Münster bietet exklusive Waschbecken aus Stahlemail für das gehobene Segment im professionellen Hotel- und Wohnungsbau sowie das hochwertige Endkundengeschäft an. Die Produktpalette wurde mit dem exklusiven Waschbecken KANERA 1 E begründet, das es als Aufsatz- und Einbaubecken sowie für die Wandmontage gibt. Es wurde am 14. März mit dem red dot award: product design 2008 ausgezeichnet. Anfang des Jahres folgte das kleinere Gästewaschbecken KANERA 1 H. Das innovative Doppel-waschbecken KANERA 1 D erweitert die Palette im Laufe von 2008.  Alle Produkte werden in Deutschland entwickelt und hergestellt.

Zu GRAFT
GRAFT ist ein Architekturbüro, das alle Leistungsphasen anbietet. GRAFT ist in Los Angeles, Californien, in Berlin, Deutschland und Peking, China beheimatet. GRAFT wurde 1998 in Los Angeles, Californien durch Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit gegründet. Das Büro in Berlin ist im Jahr 2001 eröffnet worden und 2003 eröffnete GRAFT ein weiteres Büro in Peking, China welches von Gregor Hoheisel - Standortpartner für das Büro in Peking - geleitet wird.

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